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In Deutschland leben gegenwärtig 22 000 Kinder und Jugendliche, die an unheilbaren Krankheiten leiden, Krankheiten, die unweigerlich zum Tod führen. Von diesen Kindern sterben jährlich mehr als 3 500. Der Leidensweg der Kinder erstreckt sich häufig über viele Monate und Jahre und führt insbesondere bei deren Familien zu hohen, zum Teil lang anhaltenden psychischen und physischen Belastungen.
Diese Kinder und ihre Familien bedürfen nachhaltiger medizinischer, pflegerischer und psychosozialer Hilfe. Das ist die Aufgabe der Palliativversorgung. Die palliativmedizinische Versorgung schließt zum Beispiel die Betreuung von unreifen Frühgeborenen, Säuglingen mit einem Herzfehler, tumorkranke Klein- und Schulkinder sowie Jugendlicher mit Stoffwechsel-, Nerven- oder Lungenerkrankungen ein. Die Anforderungen sind dementsprechend vielfältig. Fast alle Kinder leiden – insbesondere in der Lebensendphase – unter starken Schmerzen. Mehr als zwei Drittel klagen über Appetitlosigkeit und Müdigkeit, über die Hälfte der Kinder leidet unter Übelkeit und Erbrechen, unter Atemnot und Angst.
Es ist kaum vorstellbar, dass für die Leiden dieser Kinder und ihrer Familien bisher keine angemessene klinische Versorgung existiert. Anders als im Erwachsenenbereich, gibt es weltweit keine Palliativstation für Kinder. Wir haben uns entschlossen zu handeln und werden die bestehende Versorgungslücke schließen! Auf dem Gelände der Vestischen Kinder- und Jugendklinik entsteht noch in diesem Jahr das weltweit erste Kinderpalliativzentrum.
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